Die Grenzen Kroatiens blieben für die einheimischen Banken auch nach dem EU-Beitritt lange zu. Ivica Bozan, Geschäftsführer von VABA Banka, erklärt in unserem Interview, wie die Partnerschaft mit Savedo die Öffnung des Bankensektors vorantreibt.

Ivica Bozan, Geschäftsführer von VABA Banka

Savedo: Wieso hat sich VABA Banka dazu entschieden, eine Kooperation mit Savedo zu starten?

Ivica Bozan: VABA Banka hat eine sehr klare Vision für die Zukunft – unser Geschäftsmodell kann künftig nur außerhalb der gewöhnlichen Dimensionen erfolgreich vorangetrieben werden. Wir haben immer versucht, dem Kunden Mehrwert zu bieten. Die Kooperation mit Savedo ermöglicht es uns, des Kunden Vertrauen zu stärken und eröffnet neue Geschäftsnischen außerhalb Kroatiens. Wir konnten leicht und schnell in den deutschen Markt expandieren, denn Savedo hatte sich bereits als ein sehr kompetenter Partner im FinTech-Bereich bewährt. Unsere bisherige Zusammenarbeit zeigt, dass wir die gemeinsamen Ziele erreichen können.

Savedo: Warum ist der deutsche Martk interessant für kroatische Banken und welche strategische Marktpräsenz verfolgen Sie?

Ivica Bozan: Es muss an der Stelle hervorgehoben werden, dass der deutsche Anlegermarkt viel größer ist als der kroatische und somit mehr Potentiale für unser Geschäft offenbart. Zudem liegen die Zinsen in Kroatien wesentlich höher. Somit sitzen wir am langen Hebel und können zusammen mit Savedo neue Produkte entwickeln, die wesentlich attraktiver sind als die von deutschen Banken.

Unsere Expansionsstrategie und die Erfahrung mit Savedo aus den vergangenen zwei Monaten bestärken uns in der Annahme, dass wir im deutschen Markt um 100% pro Jahr wachsen können.

Savedo: Kroatien ist bekannt mit seinem sehr ambitionierten makroökonomischen Programm, ausgerichtet auf die konsequente Stabilisierung der öffentlichen Finanzen. Wie schätzen Sie die Stabilität des Bankensektors ein?

Ivica Bozan: In den vergangenen 20 Jahren wurde das Bankensystem in Kroatien einige Male unter Druck gesetzt. Dank der konservativen Gesetzgebung und der sehr strengen Aufsicht konnte die Stabilität des Bankensektors jederzeit garantiert werden. Die Krise von 2008  war der Härtetest, den die kroatischen Banken mit Bravour gemeistert haben. Nun sind die Bestimmungen im Finanzbereich noch klarer und strikter.

Savedo: Kroatien ist der EU 2013 beigetreten. Haben die kroatischen Banken von der Öffnung des europäischen Marktes bisher profitieren können?

Ivica Bozan: Die Vorteile der Mitgliedschaft werden in Zukunft noch sichtbarer. Die Mehrheit der kroatischen Banken ist Teil großer europäischer Bankengruppen. Ihre Synergien sorgen für eine stete Steigerung der Qualität des Bankenservices. Darüber hinaus haben nun Banken Zugang zu ausländischen Finanzressourcen und können leichter Kooperationen eingehen. Unsere Zusammenarbeit mit Savedo ist eines der Beispiele für die außergewöhnlichen Wettbewerbsvorteile, die wir nun in Anspruch nehmen können.

 

So berichteten kroatische Medien über die Kooperation von Savedo und VABA Banka

Savedo: Welche Reaktionen hat der Start der Kooperation mit Savedo in Kroatien hervorgerufen?

Ivica Bozan: Die Reaktionen auf die Zusammenarbeit sind ausschließlich positiv. VABA Banka ist die erste Bank aus Kroatien, die diese einzigartige Dienstleistung zur Verfügung stellt. Sie ist die erste, die ins Ausland expandiert hat. Deshalb hat die Kooperation großen Anklang bei Medien und Öffentlichkeit gefunden. Dank der Partnerschaft haben wir uns als Pionier und Marktführer etabliert. Wir haben zusammen ein Exempel statuiert, dem nun zahlreiche weitere Banken folgen werden. Das zeigt, dass wir den richtigen Partner und den richtigen Weg gefunden haben. Für uns schafft dies Raum für eine noch erfolgreichere Zusammenarbeit in Zukunft.