Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), über eine Billion Euro frisch gedrucktes Geld via Ankauf von Staatsanleihen in die europäischen Volkswirtschaften zu pumpen, wird von den deutschen Banken stark kritisiert und trifft gerade die konservativen Sparer hierzulande besonders hart. Der Ökonom Max Otte, Professor an der Fachhochschule Worms, bringt es auf den Punkt:

"Der Weg aus der Krise geht über die Enteignung der Sparer!"

Max Otte, Honorarberater Kongress 2014 in Hanau

Die Notenbank kann nun Geschäftsbanken Schuldscheine von Eurostaaten abnehmen und so frisches Zentralbankgeld in Umlauf bringen. Dadurch sollen die Kreditvergabe der Banken und damit Investitionen und die Konjunktur angekurbelt werden. Gesellschaftspolitisch könnte die Politik der EZB insbesondere auf Deutschland negative Auswirkungen haben. Die risikoscheuen Deutschen sind es von jeher gewohnt, für ihren Lebensabend Geld zu sparen und eine oder gar mehrere Lebensversicherungen abzuschließen. Die Niedrigzinspolitik von EZB-Chef Mario Draghi führt nun aber möglicherweise dazu, dass Konsumverzicht bald nicht mehr belohnt wird. Die Zinsen auf Spareinlagen sind so niedrig, dass sie die derzeit geringe Inflation bereits auffrisst.

Die Nachfrage bestimmt den Zinssatz

Deshalb müssen deutsche Sparer sich nach Alternativen umsehen und die ausgetretenen Pfade der Altersvorsorge verlassen. Dabei müssen mögliche Alternativen nicht zwangsläufig bedeuteten, dass Anleger auch ein höheres Risiko eingehen müssen: So bieten etwa Banken in unseren Nachbarländern oftmals höhere Zinsen auf Festgeld als deutsche Banken – bei gleichen Sicherheiten. Neben anderen Gründen liegt dies vor allem daran, dass die Sparquoten, sprich das Sparverhalten der dortigen Bevölkerung, bei weitem geringer sind als in Deutschland. Die Banken müssen um Kunden werben, wollen sie an Geld kommen, und bieten daher höhere Zinsen als hierzulande.

Wer sein Geld in Ländern wie beispielsweise der Tschechischen Republik anlegen möchte, muss inzwischen nicht mehr zwingend nach Prag reisen, um dort persönlich ein Konto vor Ort zu eröffnen. Mittlerweile gibt es Vermittlungsportale für Festgeldkonten wie Savedo, die, zusammen mit einer deutschen Partnerbank, den Anlage- und Abwicklungsprozess für deutsche Sparer übernehmen. So erhält man etwa, bei einem überschaubaren Anlagezeitraum, in Tschechien bis zu 2,4 Prozent Zinsen pro Jahr auf seine Festgeldeinlagen. Im Vergleich zu deutschen Banken ist die Rendite damit deutlich höher – eine Chance, auf die deutsche Sparer nicht verzichten und für ihre Altersvorsorge nutzen sollten.

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