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Viele Menschen sind auf der Suche nach einer passenden Altersvorsorge. Auf der einen Seite sollte die private Vorsorge selbstverständlich sicher sein, auf der anderen Seite soll sie aber auch eine gute Rendite erwirtschaften. Angesichts niedriger Zinsen hierzulande, stellt sich allerdings die Frage: Welche Form der Geldanlage eignet sich überhaupt noch?

Das 3-Säulen-Modell

Eines vorab: Es gibt nicht DIE eine Altersvorsorge. Vielmehr greift in Deutschland ein Rentensystem, das aus drei Bausteinen besteht:

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Die gesetzliche Vorsorge dient der Grundsicherung. Dazu zählt die Sozialversicherungsrente der Arbeitnehmer, die Alterssicherung der Landwirte, die Berufsständische Versorgung, die Künstlersozialversicherung und die Beamtenversorgung. Für die meisten Deutschen stellt die gesetzliche (Sozialversicherungs-) Rente die Hauptsicherung im Alter dar. In welcher Höhe die gesetzliche Rente ausfällt, ist abhängig von dem persönlichen Einkommen und natürlich von der Dauer der Erwerbstätigkeit. Rentner, die im Jahr 2016 in den Ruhestand gingen, erhielten im Durchschnitt circa 1.000 Euro.

Die zweite Säule umfasst die ergänzende erwerbsbasierte Altersvorsorge und stützt die Fortsetzung des gewohnten Lebensstils. Unter anderem zählt dazu die betriebliche Altersvorsorge. Die dritte und somit letzte Säule „private Altersvorsorge“ beschäftigt sich mit der individuellen Vorsorge. Oberstes Ziel dieser Form von Altersvorsorge ist vor allem die Vermögensbildung. Verbraucher können je nach ihren Bedürfnissen, Möglichkeiten und ihrer Risikobereitschaft aus verschiedenen Anlageoptionen auswählen. Dazu gehören unter anderem die klassischen Rentenversicherungen, Riester Rente, Rürup Rente, fondsbasierte Lebensversicherungen, ETF Sparpläne und flexible Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Tages- und Festgeld. Für Anleger, die flexibel auf ihr Kapital zugreifen möchten, bietet sich besonders gut Tagesgeld als Altersvorsorge an.

Festgeld als Bestandteil der Altersvorsorge

Finanzprodukte, die das nötige Maß an Sicherheit und eine gute Rendite bieten, eignen sich hervorragend für die private Altersvorsorge. Festgeld bietet genau diese Eigenschaften: Denn zum einen sind Anlagen durch die EU-weit harmonisierte Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro je Bank und Einleger geschützt und zum anderen können vor allem über Zinsportale besonders lukrative Zinsen erwirtschaftet werden. Zinsportale arbeiten mit zahlreichen Banken meist aus dem im In- und Ausland zusammen und bieten Sparern so die Möglichkeit, ihr Geld zu deutlich höheren Zinssätzen anzulegen als hierzulande. Zudem eignet sich Festgeld als Bestandteil der Altersvorsorge, da Kursschwankungen auf dem Finanzmarkt sich nicht auf den Ertrag auswirken.

Zusätzlich etwas auf die hohe Kante legen – muss das überhaupt sein?

Unbedingt, da die gesetzliche Rentenversicherung alleine für die meisten Deutschen nicht ausreicht, um über die Runden zu kommen. So hat beispielsweise das Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg berechnet, dass den künftigen Rentnern im Durchschnitt 656 Euro fehlen werden, um ihren Lebensstandard im Rentenalter nicht einschränken zu müssen. Die 20- bis 34-Jährigen sind sogar noch stärker betroffen, da ihnen im Schnitt rund 800 Euro fehlen werden.

Grundsätzlich ist es ratsam, im Ruhestand über mindestens 60 Prozent des letzten Bruttoeinkommens beziehungsweise 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens zu verfügen. Das Ziel sollte es daher sein, zusätzlich zur gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge während des Berufslebens privat so viel Geld anzusparen, dass sich die entsprechende Rentenlücke damit schließen lässt.

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