Zum Start der Kooperation mit unserem deutschen Partner solarisBank sprechen wir mit Marko Wenthin, Vorstand der solarisBank AG und Dr. Steffen Wachenfeld, Geschäftsführer und Mitgründer der Savedo GmbH, zuständig für den Bereich Produktentwicklung.

Herr Dr. Wachenfeld, wie sieht der Prozess hinter der Kooperation aus?

„Die Kooperation mit der solarisBank  entspricht per se jeder anderen Zusammenarbeit, die wir mit unseren Partnerbanken aus Europa eingehen. Auch bei der Investition in ein solaris-Festgeld erhalten unsere Kunden ein kostenloses Girokonto bei der biw AG, über das der gesamte Prozess der Festgeld-Anlage abwickelt wird. Die solarisBank ist unsere zweite Partnerbank aus Deutschland und somit unterliegt sie der deutschen Einlagensicherung. Das ist für viele unserer Kunden bei der Entscheidung für eine Festgeldeinlage sehr wichtig. Darüber hinaus ist die solarisBank eigentlich ein Tech-Unternehmen, jedoch mit deutscher Vollbank-Lizenz. API-Banking ist somit selbstverständlich und alle kundenrelevanten Prozesse können hocheffizient schnell und im Sinne unserer Kunden umgesetzt werden.“

Wie passen die beiden Geschäftsmodelle zusammen, Herr Wenthin?

„Es passt perfekt. Als Bank ist für uns die Bereitstellung von Krediten ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Um Kredite jedoch gewähren zu können, benötigen wir Kapital. Aber da wir uns in erster Linie als ein Unternehmen mit einer Banklizenz für die digitale Welt sehen, sind wir nicht am traditionellen Kunden-Einlagengeschäft interessiert. Das würde einen ganz anderen Geschäftsansatz erfordern. Die Plattform von Savedo bietet uns hier eine großartige Lösung, denn über Savedo erhalten Kunden ausschließlich online Zugang zu zinsstarken Festgeldern von Banken aus ganz Europa. Wir sind stolz darauf, jetzt eine dieser Banken zu sein. Darüber hinaus stellt die Zusammenarbeit für beide Partner einen entscheidenden Mehrwert dar. Zum einen kann Savedo seinen Kunden über die solarisBank nun sehr lukrative Zinsen für Festgelder über eine Laufzeit von 12, 24 oder auch 36 Monaten aus Deutschland anbieten. Zum anderen übernimmt Savedo zuverlässig und voll umfassend die Kundenbetreuung für uns. Und: Es profitieren natürlich beide davon, dass wir aus einer „Familie“ stammen, die gleiche FinTech-DNA besitzen und damit die Planung, die Umsetzung und der Start der Kooperation besonders schnell von statten gingen.“

Wie wird Savedo von der Kooperation mit solarisBank profitieren?

Steffen Wachenfeld: „Savedo profitert von der Kooperation in mehrfacher Hinsicht. Zum einen haben wir mit der solarisBank zinsstarke Festgelder aus Deutschland und damit deutscher Einlagensicherung auf unserem Portal. Das baut Vertrauen auf. Zum anderen zeigt die Zusammenarbeit, dass Savedo das gesamte Einlagengeschäft und die Endkundenbetreuung einer Bank übernehmen kann. Diesem Beispiel könnten andere für uns interessante Partnerbanken folgen. Die solarisBank ist für uns ein Technologiepartner, dem wir auf Augenhöhe begegnen. Das heißt konkret, dass wir nicht nur das gleiche Verständnis von modernem Banking haben, sondern auch das technologische Know-how besitzen, um gemeinsam unseren Kunden das beste Banking-Erlebnis bieten zu können.“

Und wie profitiert die solarisBank von der Kooperation, Herr Wenthin?

„FinTechs gehören zu unseren wichtigsten Kunden und deshalb sind wir sehr an Partnerschaften mit FinTech-Unternehmen interessiert. Wir bieten modulare Bankdienstleistungen à la carte an, d. h. dass unsere Partner verschiedene Dienste, die wir im Baukastenprinzip anbieten, einzeln nutzen und kombinieren können, um ihr individuelles Produkt zu erstellen. In der Zusammenarbeit mit Savedo setzen wir erstmals unsere Tools zur Festgeldeinlage ein und zeigen damit die Agilität und Flexibilität unseres Geschäftsmodells. Wir hoffen, dass dies weitere FinTechs dazu ermutigt unsere Banking-Bausteine zu verwenden, um neue und innovative Produkte zu entwickeln und ihre Chancen auf Wachstum zu erhöhen."

Herr Dr. Wachenfeld, welches sind die Ziele der Partnerschaft für die Zukunft?

„Die Solaris-Integration soll eine Vorzeigeintegration werden, die uns hilft weitere Banken aus Europa von unserem technologischen Standard und Savedo zu begeistern. Andere Banken sollen am solarisBank-Beispiel sehen, wie effizient und erfolgreich die Zusammenarbeit mit Savedo ist. Die solarisBank soll dabei z. B. Vorreiter in papierlosen regulierten Prozessen werden. Dies wird unseren Partnerbanken, die bereits auf der Plattform sind sowie neuen potentiellen Bank-Partnen helfen, ihr Antragsverfahren schlanker zu gestalten und mobile und papierlose Verfahren zu unterstützen.

Was können andere Unternehmen aus dieser Zusammenarbeit lernen?

Marko Wenthin: „Die Umsetzung unserer Kooperation mit Savedo ging in erstaunlich kurzer Zeit über die Bühne. Savedo und solarisBank sind FinTechs, wir sind es gewohnt technologisch stets auf höchstem Niveau zu arbeiten. Es hat einfach von Anfang an Sinn ergeben. Ich denke, man kann hier wirklich von Synergien reden, auch wenn der Begriff schon ziemlich strapaziert ist - zumal wir beide "Kinder" von Finleap sind, einem in Berlin ansässigen sogenannten Company Builder, der sich komplett auf die Gründung von FinTechs spezialisiert hat. Was andere Unternehmen aus unserer Kooperation lernen können ist, dass gute und vertrauensvolle Beziehungen und sich ergänzende Geschäftsmodelle   die besten Voraussetzungen bieten, um gemeinsam erfolgreich zu starten und erfolgreich zu sein.