Beliebte Anlagen wie Tages- oder Festgeld werfen kaum noch Gewinne ab. Der Berliner Finanzdienstleister Savedo will die bescheidene Sparsituation hierzulande durchbrechen. Über den Online-Marktplatz www.savedo.de können Anleger in hochverzinste Festgelder investieren.

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„Warum sollen sich Sparer mit den niedrigen Zinsen in Deutschland zufriedengeben, wenn bei Banken in unseren Nachbarländern wesentlich bessere Renditen erzielt werden können?“, fragt Savedo-Geschäftsführer Christian Tiessen. Zusammen mit dem IT-Experten Dr. Steffen Wachenfeld ist der Jungunternehmer deshalb Anfang vergangenen Jahres mit dem Ziel angetreten, „eine moderne Plattform für Finanzprodukte aufzubauen, die hohe Zinsen aus ganz Europa nach Deutschland bringt“.

Im Dezember 2014 sind Tiessen und Wachenfeld mit ihrem Festgeld-Portal in Deutschland gestartet. Seit April ist Savedo auch in Österreich online. „Damit sind wir der erste internationale Online-Marktplatz für Festgeldanlagen“, betont Tiessen. Ziel in den nächsten Monaten sei es, Savedo sukzessive in weiteren Ländern Europas zu etablieren sowie das Angebot um neue Sparprodukte zu ergänzen.

Bankeinlagen gehören seit jeher zu den beliebtesten Anlageformen deutscher Sparer. Lange Zeit konnten Anleger sicher sein, dass sich ihre Ersparnisse dank Zins und Zinseszins mit der Zeit garantiert vermehren, sofern diese in risikofreie Finanzprodukte wie Festgeld gepackt wurden. Damit ist es seit der Finanzkrise vorbei. Die EZB drückt den Leitzins gen Null. Gleichzeitig verfügen die deutschen Banken über mehr als fünf Billionen Euro an Kundeneinlagen und sind daher nicht mehr unbedingt auf das Geld der Sparer angewiesen.

Savedos Ziel: Barrieren im europäischen Finanzsystem überwinden

In anderen EU-Ländern stellt sich die Situation anders dar. Da die inländische Bevölkerung wesentlich weniger Geld ansparen kann, müssen hier die Banken mit hohen Zinsen um neue Kunden und damit frisches Geld werben. Längst haben sie dabei auch Sparer aus Deutschland im Blick. Allerdings waren die Barrieren im europäischen Finanzsystem bislang sehr hoch, wollten Anleger Festgeldkonten in Tschechien, Portugal oder Kroatien eröffnen.

So mussten Anleger zur Kontoeröffnung persönlich zur Bank ins Ausland reisen und die Antragsdokumente waren meist nur in der Landessprache vorhanden. Diese Barrieren gibt es mit Savedo nicht mehr. Über den Online-Marktplatz ist eine Festgeldanlage bequem von zu Hause aus möglich. Alle Unterlagen werden in deutscher Sprache bereitgestellt. Damit bringt Savedo deutsche und österreichische Sparer mit Banken zusammen, die sonst fast unerreichbar gewesen wären.

Während vor wenigen Jahren noch viele Menschen einer Anlage außerhalb der Bundesrepublik skeptisch gegenüberstanden, sieht Christian Tiessen hier die Vorbehalte rasant schwinden. „Immer mehr Sparer sind ob der niedrigen Zinsen frustriert und suchen nach neuen Möglichkeiten, ihr Geld sicher zu vermehren.“ Dabei lässt Tiessen keinen Zweifel daran, dass Savedo ein zuverlässiger Partner bei diesem Ziel sein kann: „Alle unsere Partnerbanken werden eingehend geprüft, bevor wir Kooperationen eingehen. Zudem bieten wir nur Anlagen bis 100.000 Euro an, da bis zu diesem Betrag Ersparnisse gemäß EU-Richtlinien geschützt sind.“

Auch in Zeiten des Niedrigzins gilt: Sicherheit geht vor Rendite

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage sind 40% der deutschen Sparer mit der Entwicklung ihrer Geldanlagen unzufrieden. Gleichzeitig haben nur 15% ihr Anlageverhalten in den vergangenen zwei Jahren geändert. Komplexe Finanzprodukte schrecken viele Sparer ab. Klassische Bankeinlagen wie Tages- oder Festgeld werden nach wie vor stark nachgefragt. Mehr als jeder dritte Bundesbürger setzt auf eine dieser Sparformen. Die niedrigen Zinsen ändern am Sparverhalten wenig. Für 87% der Deutschen ist und bleibt Sicherheit für ihr Erspartes wichtiger als die Rendite.

„Bei einer durchschnittlichen Verzinsung von um die 0,4 Prozent für das 1-jährige Festgeld bei deutschen Banken bleibt inflationsbereinigt kaum noch etwas übrig“, sagt Tiessen. Im Grunde parke man sein Geld nur bei der Bank, in der Hoffnung, dass sich die Zinsen bald wieder zum Besseren entwickeln. Für viele Finanzmarktexperten ist eine Zinswende aber in weiter Ferne. „Erst Ende 2018 erwarten wir als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk den ersten Leitzinsschritt der EZB nach oben“, heißt es etwa bei den Volkswirtschaftlern der DekaBank. Dass die Zinsen auf Festgeld wieder das Niveau aus Zeiten vor der Finanzkrise erreichen, erscheint heute als utopische Wunschvorstellung.

Auch in anderen Ländern Europas haben die Banken ihre Zinsen auf Sparprodukte im Zuge der Finanzkrise deutlich nach unten korrigiert. Allerdings sind die Renditeversprechen in vielen Ländern der EU dennoch deutlich höher als in Deutschland. „Festgelder mit 1-jähriger Laufzeit zu einer Verzinsung von 1,6 Prozent werden von deutschen Geldhäusern so schnell bestimmt nicht wieder angeboten“, ist sich Tiessen sicher. Hierfür müsse man schon Savedos Online-Marktplatz besuchen.