Die Zinsen auf Tagesgeld und Festgeld in Deutschland sind schon seit Jahren im Keller. Mit dem jüngsten Leitzinsschritt der Europäischen Zentralbank Mitte März von 0,05% auf 0,00% geht die Talfahrt rasant weiter. Viele Banken nehmen sich ein Beispiel an der Geldpolitik der EZB – und senken ihre Sparzinsen auf Null. 

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“ Über Jahrtausende durfte man diesem Spruch durchaus hohe Bedeutung beimessen. Seit der Finanzkrise und den darauffolgenden Zinsstürzen bei beliebten Anlageklassen wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld muss am Sinngehalt dieser Aussage aber stark gezweifelt werden. Selbst bei einer nur minimalen Inflationsrate werden im derzeitigen Zinstief Sparguthaben oftmals real entwertet.

Dieser Umstand hält die Commerzbank dennoch nicht davon ab, weiterhin mit diesem Spruch ihre Sparprodukte anzupreisen. Auf Tagesgeld bietet das Frankfurter Institut mittlerweile einen Zinssatz von 0,00% p.a. – und weil man sich in der Mainmetropole keine Humorlosigkeit unterstellen lassen will, bezeichnet man dieses Angebot konsequenterweise auch weiterhin als „Topzins-Konto“. Wenig besser sieht es beim Festgeld der Commerzbank aus, hier gibt es aktuell 0,03% p.a. für eine Anlagedauer von 12 Monaten. Immerhin noch ein bisschen mehr als beim Konkurrenten Deutsche Bank: Hier bietet man unter dem Motto „TopZinsSparen“ gerade einmal 0,01% p.a. – und das erst ab 4 Jahren Laufzeit.

Doch nicht nur die beiden größten deutschen Banken verweigern ihren Kunden eine positive Verzinsung beim Tagesgeld. Nach Recherchen des Verbraucherportals Verivox boten Anfang April von 800 untersuchten Banken und Sparkassen knapp 100 Institute keinen einzigen Cent Zinsen mehr auf Tagesgeld. Dabei hängt das Zinsniveau oftmals direkt mit den Entscheidungen der EZB zusammen.  So haben rund 50 Institute unmittelbar nach der Senkung des Leitzinses auf 0,00% durch die EZB am 10. März ihre Sparzinsen auf das gleiche Niveau sinken lassen.

Ausweg für Sparer: Direktbanken oder Angebote aus dem Ausland

Wer trotz der aktuell niedrigen Verzinsung an den klassischen Sparformen Festgeld und Tagesgeld festhalten will, dem bieten sich natürlich weiterhin Möglichkeiten, annehmbare Renditen zu erzielen. So bieten in Deutschland etwa einige Direktbanken, und hier vor allem die Autobanken, nach wie vor Zinssätze, die über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen.

Um ein Vielfaches höher liegen die Sparzinsen bei ausländischen Anbietern. Hier lassen sich nicht selten 1,6% p.a. oder noch mehr auf eine 12-monatige Festgeldanlage erzielen. Dabei können sich Anleger dank verschiedener Online-Anbieter mittlerweile auch den Weg nach Tschechien, Polen, Kroatien, Portugal & Co. sparen, um ein Konto zu eröffnen. Der Weg zum besseren Zins ist bequem über das Internet möglich. Einer dieser Anbieter ist natürlich Savedo.