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Die Aussichten auf dem Fintech-Markt sind vielversprechend. Deutschland verzeichnet europaweit – nach Großbritannien – die höchsten Investitionen in Startups. Im ersten Halbjahr 2018 konnten hierzulande Gründer Risikokapital im Wert von 2,4 Milliarden Euro einsammeln. Davon flossen 396 Millionen in Fintech-Beteiligungen. Auch die Bundesregierung will in Zukunft noch mehr in die Finanztechnologie investieren, um den deutschen Fintech-Sektor weiterhin auf Wachstumskurs zu halten.

Banken offen für Fintech-Partner

Aktuell gibt es in Deutschland mehr als 300 Fintechs. Dass diese als treibende Kraft auf dem Finanzdienstleistungsmarkt zu verstehen sind, haben inzwischen auch die meisten Banken erkannt. Denn mittlerweile kooperieren hierzulande 90 Prozent der in Deutschland ansässigen Banken mit einem Fintech-Unternehmen, beziehungsweise planen eine solche Kooperation. Ein Beispiel dafür ist die Commerzbank. Sie kooperiert inzwischen mit 27 Finanz-Startups, da auch sie erkannt hat, dass Fintechs sich als nützliche Ökosystempartner eignen, denn mit deren Service können Banken ihren Kunden zusätzliche Geschäftsmodelle anbieten.

Potenzial hierzulande noch lange nicht ausgeschöpft

Trotz des rasanten Wachstums der Fintech-Branche ist das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft und vor allem beim Investmentvolumen gibt es noch Luft nach oben. So wurde beispielsweise 2017 in Großbritannien, einem Land deren Fintech-Branche in etwa auf der selben Entwicklungsstufe ist, 3,4 Milliarden Euro investiert – in Deutschland waren es hingegen „nur“ 579 Millionen Euro. Dennoch: Die Zahlen zeigen deutlich, dass die Branche schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen steckt und auf dem richtigen Weg ist.

Investoren vertrauen auch Deposit Solutions

Investments in Millionenhöhe? Das kommt in Deutschland nicht so häufig vor, wie in anderen Ländern. Dennoch gibt es Ausnahmen, wie zuletzt Deposit Solutions zeigte. Der Open-Banking-Dienstleister richtet sich sowohl an Privatkunden als auch an Geldinstitute. Und dieses erfolgreiche Konzept kommt auch bei Investoren gut an: Wie kürzlich bekannt gegeben wurde, unterstützen namhafte Investoren mit rund 88 Millionen Euro (umgerechnet 100 Millionen Dollar) das Hamburger Fintech-Unternehmen, das damit eine der größten Finanzierungsrunden in der deutschen Branche abschloss. Das Investment dient der Verwirklichung des langfristigen Ziels „Open Banking als neuen Standard im Einlagenmarkt zu etablieren“, so der Gründer Dr. Tim Sievers von Deposit Solutions. Eine realistische Vision, denn Banking-Plattformen für Tages- und Festgeld sind laut Finanztip beliebter denn je.