undefined

Ob der Goldpreis steigt oder fällt, ist von vielen Faktoren abhängig. Politische Unruhen, wirtschaftliche Krisen aber auch der US-Dollarkurs haben einen erheblichen Einfluss auf die Preisentwicklung. Denn Gold wird an den internationalen Börsen in US-Dollar gehandelt, weshalb der Währungskurs des Dollars für den Goldpreis ausschlaggebend ist. Ein schwacher Dollar treibt den Goldpreis nach oben und ein starker Dollar den Wert nach unten. Seit dem Frühjahr 2018 nimmt der US-Dollar kontinuierlich an Stärke zu. Allerdings gibt es Anzeichen, das sich dies bald ändern könnte, da die Aufwärtsbewegung beim großen Gegenspieler so langsam ins Stocken gerät.

Dollar-Verfall: Goldpreissteigerung in naher Zukunft?

Die US-Notenbank Fed schließt für Dezember eine weitere und somit vierte Leitzinserhöhung nicht aus. Doch je höher das Zinsniveau, desto schlechter ist dies für den Goldpreis. Denn in Zeiten hoher Zinsen investieren Anleger lieber in Aktien oder andere Wertpapiere, da das Edelmetall „Gold“ keine Zinsen abwirft. Allerdings befürchten einige Volkswirte, dass die USA in eine Rezession rutschen wird. Sollte dies geschehen, müsste die Fed die Zinsen senken. Für den Goldpreis wären es jedoch gute Nachrichten, da er dadurch in die Höhe getrieben würde.

Physisches Gold für die nachhaltige Vorsorge

Ob eine Geldanlage in Form von Gold sinnvoll ist, muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Wer aber Angst vor einem Währungscrash oder Sorge um die Sicherheit seiner Geldanlage hat, für den ist eine Investition in physisches Gold, also in Barren und Münzen, genau das Richtige. Das Besondere an Gold: Es ist ein natürlicher Rohstoff, weshalb sich das Angebot nicht beliebig ausdehnen lässt. Steigt die Nachfrage können Goldproduzenten das Angebot nur kurzfristig durch Recycling von Gold erhöhen. Das reicht bei andauernder Nachfrage aber meist nicht aus, sodass der Preis ansteigt.

Faktoren, die den Goldpreis beeinflussen

Im Allgemeinen ist es empfehlenswert Gold entgegen der Wirtschaftslage zu kaufen, da der Goldpreis gerade in Krisenzeiten ansteigt, weil sich die Anleger in den „Sicheren Hafen“ retten wollen. Gold galt schon immer als Notwährung und hält, anders als beim Papiergeld, bereits seit Jahrhunderten seinen Materialwert. Zudem sollten Goldinteressenten auch ein Auge auf die Schmuckindustrie haben, denn laut Analyse der Deutschen Bank, ist sie für die Hälfte der weltweiten Nachfrage verantwortlich. In der Vergangenheit stand beim Goldankauf Indien an erster Stelle, weil zu Beginn der Hochzeitssaison im Herbst viel Gold gekauft wurde - Goldschmuck ist in Indien nämlich ein beliebtes Hochzeitsgeschenk. Inzwischen wurde Indien in Sachen Goldankauf aber von China abgelöst. Neben der Schmuckindustrie sollten Interessenten auch das Verhalten von Großanlegern beobachten, die ohne das Edelmetall vorher physisch zu kaufen, meist Mithilfe von Exchange Traded Commodities (ETC´s) oder Zertifikaten direkt in Rohstoffe investieren. Die ETC´s veröffentlichen täglich ihre aktuellen Bestände – wenn sie viel von ihrem Gold verkaufen, ist das Indiz für einen sinkenden Goldpreis. Darüber hinaus spielen natürlich aber auch Faktoren wie die Minengoldförderung in die Preisentwicklung mit ein. Allgemein ist Gold (im Gegensatz zu anderen Finanzprodukte) eine Anlage, die relativ einfach zu verstehen ist. Gerade Personen, denen das Auf und Ab an der Börse zu abstrakt erscheint, kommen mit Gold gut zurecht. Denn: Neben der Lagerung der Münzen oder Barren im Tresor müssen sie lediglich den Goldpreis ab und zu im Blick behalten.