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Tagesgeldkonto

Tagesgeldkonten unterscheiden sich von Konten für Fest- oder Termingeldanlagen durch die tägliche Verfügbarkeit des jeweils auf dem Konto vorhandenen Guthabens. Ganz praktisch heißt das, dass der Anleger innerhalb dieser Zeit täglich das auf seinem Tagesgeldkonto befindliche Guthaben abheben kann, während er damit bei Fest- beziehunsgweise Termingeld bis zum Ende des vereinbarten Anlagezeitraums warten muss. 

  • Das Tagesgeldkonto als flexible Spareinlage

    Vergleicht man Tagesgeldkonten mit Girokonten, besteht der wesentliche Unterschied in der auf die Geldanlage reduzierte Funktion des Tagesgeldkontos. Deshalb kann man Tagesgeldkonten anders als ein Girokonto nicht zur Abwicklung des alltäglichen Zahlungsverkehrs, zum Beispiel durch Überweisungen, nutzen.

    Auch hinsichtlich der Länge von vertraglichen Bindungen bei Tagesgeldkonten bleibt man als Anleger im Vergleich zum Festgeld oder vielen anderen Sparanlagen flexibel. Typischerweise werden Tagesgelder über einen unbestimmten Zeitraum investiert, wobei die Investitionszeiträume für solche Geldanlagen zwischen ca. einem und 12 Monaten liegen. Ein Konto für Tagesgeldanlagen ist jedoch jederzeit, also ohne Einhaltung von Kündigungsfristen, täglich kündbar.  Außerdem kann der Anleger auf den meisten Tagesgeldkonten Einlagen in beliebiger Höhe tätigen.


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  • Kosten und Zinsen beim Tagesgeld

    Tagesgeldkonten werden oft ohne Kosten für den Anleger geführt und auch bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos fallen in der Regel keine Gebühren an. Neben der Flexibilität hinsichtlich der Verfügbarkeit von Guthaben und Zinserträgen machen auch die variablen Zinsen auf Tagesgeld einen Unterschied zu den Konditionen für Festgeld. Ändern sich nämlich nach Eröffnung eines Tagesgeldkontos die marktüblichen Zinssätze, zu denen sich das Kreditinstitut refinanziert, passt es den auf das Tagesgeld anzuwendenden Zinssatz an. Bei Tagesgeldkonten können solche Zinsanpassungen täglich erfolgen.

    Ein kleiner Nachteil eines Tagesgeldkontos im Vergleich zu Festgeld- oder Termingeldkonten liegt in der meistens etwas niedrigeren Verzinsung der Tagesgelder. Die Begründung dafür liegt in der ständigen Verfügbarkeit der Guthaben auf Tagesgeldkonten. Als Anlager tauscht man diesen Vorteil sozusagen gegen einen kleinen Abschlag bei den Zinserträgen ein. Die Zinsdifferenz ist aber oft relativ gering. Wenn man jedoch unterschiedliche Tagesgeldangebote vergleicht, kann man als Anleger besonders flexibel auf Marktveränderungen reagieren und so die Höhe seiner Zinserträge optimieren.


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  • Hohe Sicherheit für Guthaben auf Tagesgeldkonten

    Geldanlagen auf Tagesgeldkonten gehören zu den sichersten Anlageformen, denn es gilt für die bei den Kreditinstituten im Bereich der Europäischen Zentralbank und darüber hinaus geführten Tagesgeldkonten die gesetzliche Einlagensicherung. Diese hat in jedem Fall auch die Sicherheit von Guthaben auf Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten bis zur Höhe von 100.000 Euro zu gewährleisten.

    In Ausnahmefällen unterliegen bestimmte Arten von Einlagen auf Tagesgeldkonten sogar bis zu einer Summe von 500.000 Euro der gesetzlichen Einlagensicherung. Darüber hinaus sichern zahlreiche Kreditinstitute die Einlagen auf Tagesgeldkonten zusätzlich durch freiwillige Einlagensicherungssysteme ab, so dass in vielen Fällen auch weit über 100.000 Euro hinausgehende Guthaben auf Tagesgeldkonten abgesichert sein können.

    Die Sicherungsmechanismen gelten zum Beispiel in Deutschland und Österreich auch für jede ausländische Bank, die in den beiden Ländern eine Zweigstelle unterhält und deren Hauptsitz sich im EU-Ausland befindet. Die gesetzliche Absicherung von Einlagen auf Tagesgeldkonten gilt nicht nur für alle Kredit- bzw. Geldinstitute und deren Filialen, die ihren Hauptsitz im Bereich der uropäischen Zentralbank bzw. im EU-Ausland haben. Darüber hinaus gelten die gleichen gesetzlichen Sicherungsbestimmungen für Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten in Island, Liechtenstein und Norwegen.


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