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Silberlegierungen

Als Silberlegierungen werden Metalle bezeichnet, die einen bestimmten Anteil reines Silber enthalten. Silber wird in der Schmuckindustrie, für elektronische Bauelemente, in der Chemie, bei verschiedensten industriellen Verfahren und auch als Wertanlage verwendet. Vor dem Siegeszug der digitalen Fotografie spielte das Metall auch eine große Rolle in der Herstellung von Fotopapier und Filmen. Neben Schmuckwaren werden feine Geräte, Besteck und Tischwaren aus diesem Material hergestellt. Da reines Silber zu weich ist, um für diese Zwecke zu dienen, legiert man das Silber mit Kupfer und anderen Metallen wie Palladium oder Gold. Feine Beschichtungen mit Rhodium sorgen für einen Anlaufschutz.

  • Was bedeutet der Feingehalt von Silberlegierungen?

    Um den Feingehalt von Schmuck oder Silberwaren festzustellen, dienen die eingeschlagenen Punzen der Hersteller. Diese Materialstempel werden heute als Zahlen wie 925, 800 oder 835 ausgeführt. Zusätzlich können Meisterpunzen der Goldschmiede oder Warenzeichen der Fabrikanten eingeprägt sein. Die Punze gibt den Silberanteil in Tausendstel an. Eine Markierung mit 925 würde bedeuten, dass der Silberanteil 925 Promille oder 92,5 Prozent beträgt. Die restlichen 75 Promille oder 7,5 Prozent bestehen zumeist aus Kupfer. Die Verbindung mit Kupfer steigert die Härte und die Robustheit der aus dieser Legierung gefertigten Gegenstände. Historische Silberwaren wurden früher mit den hoheitlichen Punzen der einzelnen Länder markiert. Für Deutschland sind zum Beispiel Halbmond und Krone als Silberstempel bekannt. Die Schweiz verwendet Kontrollstempel mit Bär und Auerhahn. Für jedes Land gelten eigene Edelmetallgesetze, welche die Kennzeichnung und die Bestandteile der Legierungen regulieren.


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  • Eignet sich Silber als Geldanlage?

    Der Silberpreis unterliegt auf den Rohstoffmärkten starken Schwankungen. Das Metall hat eine große Bedeutung für die Industrie und die Halbleitertechnik. Für Anleger lohnt es sich aus diesem Grund weniger, in Schmuck oder Tafelsilber zu investieren. Eine Ausnahme sind antike Stücke mit Sammlerwert. Hier kann der Preis für die Gegenstände den eigentlichen Silberpreis deutlich übersteigen. Gerne werden Silberbarren oder Anlagemünzen aus Feinsilber für eine Geldanlage verwendet. Ein Problem kann die Lagerung darstellen, insbesondere wenn man größere Summen in Silber investieren möchte. Abhilfe schaffen in diesem Falle Dienstleister, die eine sichere und zollfreie Aufbewahrung der Bestände ermöglichen, wie es zum Beispiel bei einer Anlage in Silber über Savedo möglich ist. Bei Silberlegierungen kann man den anteiligen Silberpreis anhand der Punzierung berechnen. Wurde ein Schmuckstück zum Beispiel mit 800 gestempelt, dann bedeutet diese Zahl, dass 80 Prozent reines Silber enthalten sind. Für die Berechnung des Materialwertes kann man das Gewicht mit dem aktuellen Verkaufspreis für Silber und dem Faktor 0,8 multiplizieren, um eine korrekte Bewertung zu erhalten.


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