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Silber

Silber zählt zu den Edelmetallen und hat im Periodensystem das Elementsymbol Ag, das sich vom lateinischem Wort „Argum“ ableitet. Es wird in Form von Nuggets, Körnern und Plättchen abgebaut und kommt darüber hinaus in sulfidischem Silbererz und silberhaltigen Mineralien vor. In den Eigenschaften Helligkeit, Polierfähigkeit und Reflexionsvermögen steht es über allen anderen Edelmetallen wie Gold und Platin. Seine Echtheit lässt sich unter anderem daran zweifelsfrei erkennen, dass es mit keinem chemischen Element außer mit Schwefel und Schwefel-Derivaten reagiert. Der reine Rohstoff kommt in der Natur extrem selten vor. Wesentlich häufiger sind Silbererze, die meist zusammen mit Blei-, Kupfer- und Zinkerzen vorkommen.

  • Abbau und Verwendung

    Silber wird etwa seit 5.000 vor Christus abgebaut und verarbeitet. Aufgrund seiner guten Verarbeitungseigenschaften war das Metall für die Herstellung von Alltagsgegenständen und Schmuck schon vor Jahrtausenden beliebt. Heute kommt es aufgrund seiner elektrischen und thermischen Leitfähigkeit von allem in der Chip-Produktion zum Einsatz. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist durch seine antibakterielle Wirkung die Medizintechnik. In der Schmuckproduktion werden nahezu ausschließlich Silberlegierungen verwendet, dessen Reinheit durch eine Ordnungszahl benannt wird. Die häufigste Legierung ist das 925-er Sterlingsilber, das aus 92,5 Prozent reinem Silber und 7,5 Prozent eines anderen Metalls besteht, in der Regel aus Kupfer.

    Heute befinden sich die wichtigsten Förderminen in Nord-, Mittel- und Südamerika, vor allem in Mexiko und Peru. Auch China ist ein relevanter Silberproduzent.


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  • Preis und Preisentwicklung

    Neben Gold zählt das Metall zu den beliebtesten Wertanlagen, das im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen eine hohe Sicherheit bietet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es ein bedeutender Wertstoff für die Industrie ist. Finanzexperten zufolge wird es in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen. Der ohnehin im Vergleich zum Goldmarkt kleine Silbermarkt wird weiter schrumpfen. Der Grund: Die Silberreserven gehen langsam, aber sicher zur Neige – Schätzungen zufolge betragen sie zurzeit noch circa 530.000 Tonnen. Zugleich steigt die Bedeutung des Metalls für die Chip-Produktion. Aus diesen Gründen kann sich die Einlagerung von Silberreserven langfristig durchaus lohnen.

    Der Silberpreis hängt nicht nur von Angebot und Nachfrage ab, sondern ist sowohl mit dem Ölpreis als auch umgekehrt proportional mit dem Dollarkurs gekoppelt: Sinkt der Kurs des Dollars, steigt der Silberpreis. Der Verkauf erfolgt in der Regel in Barren, die man bei Banken, Silberhändlern und -börsen kaufen sowie verkaufen kann. Silberbarren sind mit einem Gewicht von 100 bis 1.000 Gramm verfügbar.


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