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Geldanlage Luxemburg

In Luxemburg stehen Sparern vielfältige Möglichkeiten der Geldanlage zur Verfügung. Angesichts des niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank sind allerdings auch hier die Sparzinsen für beliebte Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld sehr niedrig. Für ein Festgeld mit einjähriger Laufzeit etwa gibt es laut Europäischer Zentralbank derzeit bei luxemburgischen Banken eine durchschnittlich Verzinsung von 0,5 Prozent p.a. (Stand: Januar 2016). 

  • Die Einlagensicherung in Luxemburg

    Gemäß EU-Richtlinien unterhält der Staat Luxemburg seinen eigenen gesetzlichen Einlagensicherungsfonds. Der Verband „Association pour la Garantie des Dépôts Luxembourg“ (kurz: AGDL) garantiert den Kunden aller angeschlossenen Finanzinstitute eine Absicherung der Sparguthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten bis zu einer Obergrenze von 100.000 Euro pro Kunde und Bank.

    Sollte eine luxemburgische Bank, die Mitglied im nationalen Einlagensicherungsfonds ist, in Zahlungsschwierigkeiten geraten oder gar Insolvenz anmelden müssen, sichert die luxemburgische Einlagensicherung die Geldvermögen der Kunden bis zur Garantiegrenze. Die Rückerstattung der Einlagen erfolgt dabei in der Regel in drei Schritten.

    Im ersten Schritt meldet das betroffene Finanzinstitut die Entschädigungsansprüche ihrer Kunden beim AGDL an. In einem weiteren Schritt werden auf der Webseite der Bank sowie auf der Webseite des AGDL Antragsformulare bereitgestellt. Hier können betroffene Anleger ihre Forderungen eintragen und ihre Identität nachweisen. Im dritten Schritt erfolgt schließlich die Auszahlung der Kundeneinlagen. Diese muss gemäß EU-Recht innerhalb von 20 Werktagen nach Antragstellung erfolgen. 


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  • Das deutsch-luxemburgische Doppelbesteuerungsabkommen

    Wie mit allen anderen Staaten der Europäischen Union hat Deutschland auch mit Luxemburg ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen. Das DBA soll verhindern, dass deutsche Anleger bei einer Geldanlage in Luxemburg zweimal Steuern zahlen müssen: die luxemburgische Quellensteuer und die deutsche Abgeltungsteuer.

    Mittels einer Ansässigkeitsbescheinigung von einer deutschen Finanzbehörde, aus der hervorgeht, dass ein Anleger seinen ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat, lässt sich die Quellensteuer in Luxemburg von 35 Prozent auf 0 Prozent reduzieren. Ohne Senkung gemäß dem DBA wird die luxemburgische Quellensteuer in voller Höhe vor Auszahlung des Zinsertrages automatisch von der luxemburgischen Bank einbehalten und an das lokale Finanzamt abgeführt.

    Hinweis: Für den Fall, dass die Quellensteuer in Luxemburg gezahlt wird, ist später keine Anrechnung der gezahlten Steuer auf die deutsche Einkommensteuer möglich. 


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