Festgeldzinsen in Deutschland

Die aktuelle historische Niedrigzinsphase in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern führt dazu, dass bei steigender Inflation Sparguthaben real entwertet werden – Anlagen zum aktuellen durchschnittlichen Zinssatz verlieren somit effektiv an Wert.

Die niedrigen Zinsen für Festgelder und andere Anlagen in Deutschland werden unter anderem durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Drang zu investieren ist hierzulande niedrig und damit auch der Bedarf an Krediten.

Aus diesem Grund ist hier die Nachfrage nach Geldern im Gegensatz zu anderen Ländern der EU geringer als das Angebot und somit auch das Zinsniveau niedriger. Ein weiterer Faktor ist der direkt durch die Europäische Zentralbank EZB festgelegte Zinssatz für Einlagen, der zur Begünstigung von Investitionen ebenfalls sehr niedrig gewählt ist.

Sparern in Deutschland sind die Hände weitgehend gebunden. Angebote aus dem europäischen Ausland mit attraktiveren Zinssätzen sind für sie oft nicht oder nur schwer erreichbar. Dies liegt insbesondere daran, dass eine Kontoeröffnung in den jeweiligen Ländern in der Regel nur persönlich und zumeist mit Kenntnis der jeweiligen Landessprache möglich ist.

Über 40 % der Deutschen lassen ihre Ersparnisse praktisch unverzinst auf Sparbüchern und Girokonten liegen
(Quelle: Statista: Genutzte Geldanlagen der Deutschen 2017)