Belgien

Das Königreich Belgien ist ein Staat in Westeuropa, der an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich grenzt. Gemeinsam mit seinen Nachbarländern Niederlande und Luxemburg bildet Belgien die Benelux-Union. Darüber hinaus zählte Belgien im Jahr 1957 zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG (ab 1992 EU). In Belgien leben heute etwa 11,3 Millionen Menschen.

Knapp 180.000 Menschen leben in der Hauptstadt Brüssel, in der größeren Region Brüssel-Hauptstadt sind es rund 1,2 Millionen. Als Hauptstadt des Königreichs, Hauptsitz der EU und Sitz der NATO ist Brüssel der politische und kulturelle Hotspot Belgiens.

Die belgische Wirtschaft befindet sich seit mehreren Jahren in einer Phase des moderaten Wachstums: Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukts (BIP) von Belgien um 1,20 Prozent auf 421,33 Milliarden Euro gewachsen, für 2017 wird ein Wachstum von 1,50 Prozent erwartet. Gleichzeitig geht die Arbeitslosigkeit kontinuierlich zurück: von 8,50 Prozent im Jahr 2015 auf 7,80 Prozent (2016) und - prognostiziert - auf 7,60 Prozent 2017. Die Gründe für den Aufschwung sind in der liberal-konservativen Wirtschaftspolitik unter Premierminister Charles Michel, aber auch in der allgemein verbesserten Konjunktur in ganz Europa zu suchen.

Wichtigste Kraft in der belgischen Wirtschaft ist der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von 70 Prozent. Die verarbeitende Industrie, traditionell stark in Belgien, macht heute etwa 15 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Der wichtigste Handelspartner ist Deutschland, noch vor Frankreich und den Niederlanden.

Die renommierte Ratingagentur Standard & Poor’s bewertet Belgien 2017 mit dem ausgezeichneten Rating AA.